MesnerAusflug des Dekanats Biberach im September 2017 Abteilung Biberach-Schussenried und Ochsenhausen-Illertal

Die Fahrt ging zum Kloster Mehrerau und zum Hopfenmuseum Tettnang

Bei strahlendem Sonnenschein, teilweise vom Nebel verdeckt, ging die Fahrt los. Nachdem in Bad Schussenried, Biberach, Ochsenhausen und Kirchdorf alle Angemeldeten eingestiegen waren ging es, gesegnet vom mitfahrenden Pfarrer Ziesel, über die Autobahn Richtung Bodensee.
Auf der Strecke von Lindau nach Bregenz hatten wir eine gute Sicht über den Bodensee auf die Seebühne. Kurz darauf erreichten wir unser erstes Ziel. Als wir im Kloster Mehrerau vorfuhren erwartete uns Frater Maurus schon unter der Tür. Er begrüßte uns als Kollegen, er sei der Mesner der Studentenkapelle in der Pfarrer Ziesel dann mit uns Gottesdienst feierte.

Für die Klosterführung wurden 2 Gruppen gebildet. Eine Gruppe begann in der Klosterkirche und ging dann noch in die Krypta. Die andere Gruppe mit Frater Maurus stieg in den 2. Stock hoch zur Bibliothek. Anhand großer Fotos erläuterte uns der Frater das Ordensleben in dem Zisterzienserorden. Er erzählte uns dass er mit 22 Jahren das Kücken in dieser Ordensgemeinschaft sei, der Altersdurchschnitt liegt bei 50 Jahren. Er fragte bei der Führung durch das Kloster: „Wer schafft es 1 Stunde nicht zu reden?“ Das klappte natürlich nicht da wir unsere Eindrücke miteinander teilen wollten. Danach durften wir uns in der kleinen Bibliothek umschauen. Insgesamt sind ca. 150 000 Bände vorhanden und im Moment ist eine original Luther-Bibel in einem Schaukasten ausgestellt. Das Ende der Führung bildete die Abteikirche. Ein sehr nüchterner Bau der fast kahl wirkt. Eine Kirche ist kein Museum, nicht für Touristen, sondern zum beten wurden wir belehrt. Die Zisterzienser sind ein Marianischer Orden, so ist auch die Abteikirche „unseren lieben Frau von Mehrerau“ geweiht.

Das Mittagessen war im Klosterkeller bestellt und wurde vergnügt eingenommen.

Am Nachmittag stand noch die Führung durchs Hopfenmuseum an. Herr Walter empfing uns auf dem Parkplatz und begann sofort mit seinen informativen, launig vorgetragenen Geschichten. Da die Hopfenernte noch in vollem Gange war konnten wir das Geschehen im Ist-Betrieb verfolgen. Im Dachgeschoss der Hopfendarre ist ein kleines Museum untergebracht. Unter anderem erklärte uns Herr Walter was es mit der „Hopfensau“ auf sich hat. Er meinte heute würde man statt dessen eine Hopfenprinzessin küren. Nach einer Stippvisite in dem kleinen Shop gelangten wir in die Schenke vom Hopfengut Nr. 20. Dort gab´s noch ein zünftiges Vesper bevor wir uns, mit Hopfenranken für den Erntedankaltar im Gepäck, auf den Heimweg machten.

Kurz vor Kirchdorf gab uns Pfarrer Ziesel noch einen kleinen Impuls mit auf den Heimweg. Zum Abschlußlied meinte er, er habe das Gesangbuch aufgeschlagen, sonst seien die Strophen so kurz. Nach und nach stiegen die Ausflügler aus dem Bus und alle waren dankbar bei bestem Wetter einen schönen, stressfreien Ausflug erlebt zu haben.

Karl Thanner ein Allrounder feierte Jubiläum

50 Jahre Mesner und 35 Jahre Kirchenpfleger in Bühl

Von Kurt Kiechle Bühl -

Der Kirchweihsonntag hat in der kleinen Kirchengemeinde Sankt Wendelinus Bühl eine besonders festliche Note bekommen - Karl Thanner konnte ein äußerst seltenes Doppeljubiläum feiern: 50 Jahre Mesnerdienst und seit 35 Jahren als Kirchenpfleger für die Finanzen der Pfarrei verantwortlich.
Thanner durfte viele Gratulanten- Hände schütteln und nicht weniger viele guten Wünsche für seinen weiteren Weg, privat und im Amt, entgegen nehmen. Auch aus den Grußworten von Vertretern der Kirche und anderen Institutionen kam die Wertschätzung des so Geehrten zum Ausdruck. Zu Ehren seines Chormitglieds gestaltete der Kirchenchor Bühl mit Chorleiter Ferdinand Thanner den Festgottesdienst in der Pfarrkirche Sankt Wendelinus mit vierstimmigen ansprechenden Liedern mit.

Stefan Ziellenbach, Leitender Pfarrer der Seelsorgeeinheit "Unteres Rottal" sagte in seiner Begrüßung, die insbesondere Ehrendiözesan- Präses Franz Scheffold sowie dem Jubilar und seiner Frau galten: "Heute ist ein besonderer Tag für die Kirchengemeinde Bühl, weil heute ein großes, ein seltenes Jubiläum gefeiert werden könne. 50 Jahre als Mesner und 35 Jahre als Kirchenpfleger für die Kirche und Kirchengemeinde dazu sein, das sei ein großes Geschenk, dafür gelte es zu danken. Auch in seiner zu Herzen gehenden Ansprache gab Pfarrer Ziellenbach Impulse zum Jubiläum von Karl Thanner. Er habe die meiste Zeit seines Lebens für die Tätigkeiten, den Dienst für die Kirchengemeinde eingesetzt. Gerne erwähnte der Pfarrer auch das künstlerische Schaffen Thanners, sei es als Gestalter und sorgender Betreuer der Weihnachtskrippe in der Bühler Kirche oder als Erbauer von maßstabs - und detailgetreuen Modellen von Gebäuden, so wie zuletzt, die katholische Pfarrkirche Sankt Georg Rot. Sie und zahlreiche andere Nachbildungen "made Thanner", hat der Tüftler am Sonntag im Gemeindesaal zur Schau gestellt - und dafür und auch für das von ihm herausgegebenes Buch zur Ortsgeschichte Bühls, viel Beifall gefunden.
Für die relativ noch junge Pfarrei Bühl - sie feiert in Kürze ihre 150-jährige Selbständigkeit - sei das Jubiläum Thanners "fast so etwas wie ein historischer Tag", betonte der zweite Vorsitzende der Kirchengemeinde Bühl, Alfons Kohler. Ausführlich ging der Laudator auf die "unvorstellbar lange Amtszeit" von Thanner ein. Dieser habe am Tag seines Amtritts im Oktober 1967 wohl nicht im Traum an ein 50-jähriges Mesnerjubiläum im Jahr 2017 gedacht. Es gelte deshalb inne zuhalten und mit größtmöglichem Dank zurückzuschauen.

Man könne nur erahnen, was es bedeute, sich über 50 Jahre hinweg neben Beruf und Familie in den Dienst der Kirchengemeinde zu stellen. Viele Menschen habe er in dieser Zeit kommen und gehen gesehen, Pfarrer, Ministranten und Kirchengemeinderäte. "Und mit allen hat er erfolgreich zusammen geschafft". Dabei habe sich sein Engagement aber nicht nur auf Sakristei und Gemeindesaal beschränkt. Vielmehr sei er in vielen anderen Belangen treibend Kraft gewesen. Pfarrkirche, Pfarrhaus, der Friedhof und die Henkenbergkapelle seien bei ihm immer bestens aufgehoben. Auch als Kirchenpfleger erfüllte der Jubilar nach den Worten von Alfons Kohler, diese Aufgabe mit Arbeitseifer und Gewissenhaftigkeit. Nicht zuletzt fanden weitere Tätigkeiten im Dienst der Dorfgemeinschaft die gebührende Anerkennung, so etwa als Gemeinderat über zwei Amtsperioden hinweg, als Mitglied des Historischen und Ungarnvereins Burgrieden (Kassierer) und nicht zuletzt als treuer Sänger des Kirchenchores. Den Dank für die beispielhafte Zuverlässigkeit und das Pflichtbewusstsein weitete der Grußwort-Adressat auf Thanners Ehefrau Roswitha und Tochter Simone aus, die ihn stets unterstützt und tatkräftig mitgeholfen hätten. Ein Reisegutschein und Blumen für die Gattin waren sichtbares Zeichen der Wertschätzung. Sichtlich gerührt nahm der Jubilar die wertschätzenden Worte und die Gesten der Freundschaft entgegen. Er erinnerte vor allem auch an die Anfangszeit seiner Mesnerkarriere, wobei er auch so manche Anekdote zum Besten gab. Eigentlich sei er der Kirchengemeinde schon seit 63 Jahren verbunden, rechne man die Zeit als Ministrant mit. Weitere Glück- und Segenswünsche kamen von Monsignore Franz Scheffold, von Bürgermeister Josef Pfaff, von den amtierenden Ministrantinnen und von Seiten seiner Mesnerkolleginnen und- kollegen sowie von Dekanatsleiter Herbert Wohnhas und Andreas Rösch vom Katholischen Verwaltungszentrum Biberach .

Der Kirchenchor Bühl erfreute den sichtlich gelösten Jubilar, der seinem Wunsch entsprechend mitsingen durfte, beim Stehempfang im neuen Gemeindesaal mit ein paar lebendig vorgetragenen Liedern. Rück- und Ausblick standen am Nachmittag bei Kaffee und Kuchen, ebenfalls im Gemeindesaal, im Mittelpunkt der fast familiären Feier. Strahlende Herbstsonne wetteiferten mit strahlenden Menschen.

Generalversammlung der Mesner wählt Herbert Wohnhas erneut zum Dekanatsleiter

Um die 400 Frauen und Männer kümmern sich als Mesner um die Kirchen und Kapellen im Dekanat Biberach. Knapp achtzig davon kamen zu einem Gottesdienst und zur anschließenden Generalsversammlung mit der anstehenden Neuwahl des Dekanatsleiters in Biberach zusammen.

Dekan Schänzle dankte in seiner Predigt für den treuen Dienst der Mesnerinnen und Mesner, die „Sorge für das Gotteshaus tragen“. Er ging dabei auf die Regel des Heiligen Benedikt ein: „Ora et labora et lege“ (bete und arbeite und lese). Diese Regel werde in der Arbeit der Mesner gewissermaßen automatisch verwirklicht. In der Vorbereitung auf den Gottesdienst, „durchdringen sich Arbeit und Gebet“, so Schänzle. In seiner Begrüßung zur Generalversammlung, betonte er, wie wichtig die Mesner vor Ort sind: „Sie sind oft die Ersten, die der Kirche am Ort ein Gesicht geben“.

Ehrendiözesanpräses Monsignore Franz Scheffold hat nach 12 Jahren sein Amt als Diözesanpräses abgegeben, aber es sich nicht nehmen lassen bei der Versammlung dabei zu sein.

Dekanatsleiter Herbert Wohnhas bedankte sich bei Monsignore Scheffold für seinen langjährigen Dienst als Diözesanpräses und berichtete im Anschluss von Dekanat und Diözese. Er informierte über die Wahl seiner Stellvertreter in den Regionen: Hermann Borner (Ochsenhausen-Illertal), Karl Thanner (Laupheim-Unteres Rottal), Christa Traub (Riedlingen-Bussen), Petra Birk (Biberach-Bad Schussenried) regeln den Austausch und die Zusammenarbeit in den Regionen und unterstützen Wohnhas in seiner Arbeit. Die Stellvertreter aus den Regionen berichteten im Anschluss von den vielfältigen Aktivitäten im Jahr: Regelmäßige Stammtische, Maiandachten, Wallfahrten, Ausflüge, Gottesdienste und Grillfeste prägen die Mesnergemeinschaft im Dekanat.

Dekanatspräses Stefan Ziellenbach (Burgrieden) bedankte sich für die Berichte und betonte, dass der Mesnerdienst nicht „handelsüblich“ ist, sondern dass jede und jeder Einzelne sich mit seinen Talenten und Fähigkeiten einbringt und „sichtbar Gesicht zeigt für den Glauben in anonymen Zeiten“. „Am Ende bleibt mir nur eine tiefe Verbeugung für ihren Dienst“, betonte Ziellenbach.

Zum Ende stand noch die Wahl des Dekanatsleiters an, zu der Herbert Wohnhas als einziger vorgeschlagen und dann einstimmig gewählt wurde. Die Versammlung bestätigte dadurch die gute Arbeit von Herrn Wohnhas und bedankte sich mit großem Applaus für seinen Einsatz und seine Bereitschaft das Amt weiter zu führen.
Philipp Friedel, Dekanatsreferent

Maiandacht in der Gläsernen Kapelle

Am 29. Mai 2017 trafen sich ca. 50 Mesnerinnen und Mesner der Region Ochsenhausen – Illertal auf dem Wolfeshof, der zwischen Ochsenhausen und Mittelbuch liegt und zum ehemaligen Kloster Ochsenhausen gehörte. Von dort ging es zu Fuß zur Gläsernen Kapelle, die oben an einem Wiesenhang steht. Dort wurde eine Maiandacht zum Thema „Die Namen Mariens „ gefeiert. Der Präses Pfarrer i. R Josef Ziesel bestärkte am Schluß die Mesnerinnen und Mesner, ihren Dienst voller Überzeugung und aus vollem Herzen auch weiterhin zu tun und erteilte seinen Segen. Danach ergriff der Eigentümer der Kapelle Josef Fischer das Wort und erzählte, wie diese Kapelle entstanden ist. Es sei die Erinnerung an seinen in Stalingrad vermissten Onkel gewesen, die Ihn von jung an aufgewühlt habe. Aus Dankbarkeit, dass das Leben es gut mit Ihm meine, habe er diese gläserne Kapelle gebaut. Sie wird von einem Korsett aus Stahl zusammengehalten. Ein mächtiges Holzkreuz vertritt den Altar. Wer die Kapelle betritt, fühlt sich geborgen und kann rundum auf Natur, auf Wiesen, Felder und Wälder schauen. Eine Marienfigur, die er von einem Indienaufenthalt aus einem Kloster mitgebracht hat sowie der Namenspatron des Besitzers, der heilige Josef stehen auf Konsolen. Der Bau entstand mit Hilfe von Freunden in Eigenarbeit.

Anschließend wurden die Mesnerinnen und Mesner von Ihm zu einem gemütlichen Beisammensein in die ehemalige Bauernstube auf seinem Hof eingeladen.
An diesem Abend wurde noch die Wahl des Regionalteams vom Dekanatsleiter Herbert Wohnhas durchgeführt. Das bisherige Team mit Hermann Borner (Regionalleiter), Rosi Spengler, Monika Gratzl wurde einstimmig wiedergewählt. Für das ausscheidende Mitglied Karl Wiedmann rückte Martin Schmid nach. Ausserdem wurden noch Ehrungen vorgenommen. Mesner August Rock und Mesnerin Erika Witzovsky, beide von der Kirchengemeinde Kirchdorf, erhielten für ihr 25 jähriges Jubiläum die silberne Ehrennadel sowie eine Urkunde des Mesnerverbandes der Diözese Rottenburg – Stuttgart. Den Mesnerinnen und Mesnern, die im Mai und Juni Geburtstag feiern, wurde vom Regionalleiter mit den besten Glückwünschen jeweils ein Glas Honig überreicht.