Generalversammlung der Mesner wählt Herbert Wohnhas erneut zum Dekanatsleiter

Um die 400 Frauen und Männer kümmern sich als Mesner um die Kirchen und Kapellen im Dekanat Biberach. Knapp achtzig davon kamen zu einem Gottesdienst und zur anschließenden Generalsversammlung mit der anstehenden Neuwahl des Dekanatsleiters in Biberach zusammen.

Dekan Schänzle dankte in seiner Predigt für den treuen Dienst der Mesnerinnen und Mesner, die „Sorge für das Gotteshaus tragen“. Er ging dabei auf die Regel des Heiligen Benedikt ein: „Ora et labora et lege“ (bete und arbeite und lese). Diese Regel werde in der Arbeit der Mesner gewissermaßen automatisch verwirklicht. In der Vorbereitung auf den Gottesdienst, „durchdringen sich Arbeit und Gebet“, so Schänzle. In seiner Begrüßung zur Generalversammlung, betonte er, wie wichtig die Mesner vor Ort sind: „Sie sind oft die Ersten, die der Kirche am Ort ein Gesicht geben“.

Ehrendiözesanpräses Monsignore Franz Scheffold hat nach 12 Jahren sein Amt als Diözesanpräses abgegeben, aber es sich nicht nehmen lassen bei der Versammlung dabei zu sein.

Dekanatsleiter Herbert Wohnhas bedankte sich bei Monsignore Scheffold für seinen langjährigen Dienst als Diözesanpräses und berichtete im Anschluss von Dekanat und Diözese. Er informierte über die Wahl seiner Stellvertreter in den Regionen: Hermann Borner (Ochsenhausen-Illertal), Karl Thanner (Laupheim-Unteres Rottal), Christa Traub (Riedlingen-Bussen), Petra Birk (Biberach-Bad Schussenried) regeln den Austausch und die Zusammenarbeit in den Regionen und unterstützen Wohnhas in seiner Arbeit. Die Stellvertreter aus den Regionen berichteten im Anschluss von den vielfältigen Aktivitäten im Jahr: Regelmäßige Stammtische, Maiandachten, Wallfahrten, Ausflüge, Gottesdienste und Grillfeste prägen die Mesnergemeinschaft im Dekanat.

Dekanatspräses Stefan Ziellenbach (Burgrieden) bedankte sich für die Berichte und betonte, dass der Mesnerdienst nicht „handelsüblich“ ist, sondern dass jede und jeder Einzelne sich mit seinen Talenten und Fähigkeiten einbringt und „sichtbar Gesicht zeigt für den Glauben in anonymen Zeiten“. „Am Ende bleibt mir nur eine tiefe Verbeugung für ihren Dienst“, betonte Ziellenbach.

Zum Ende stand noch die Wahl des Dekanatsleiters an, zu der Herbert Wohnhas als einziger vorgeschlagen und dann einstimmig gewählt wurde. Die Versammlung bestätigte dadurch die gute Arbeit von Herrn Wohnhas und bedankte sich mit großem Applaus für seinen Einsatz und seine Bereitschaft das Amt weiter zu führen.
Philipp Friedel, Dekanatsreferent

Maiandacht in der Gläsernen Kapelle

Am 29. Mai 2017 trafen sich ca. 50 Mesnerinnen und Mesner der Region Ochsenhausen – Illertal auf dem Wolfeshof, der zwischen Ochsenhausen und Mittelbuch liegt und zum ehemaligen Kloster Ochsenhausen gehörte. Von dort ging es zu Fuß zur Gläsernen Kapelle, die oben an einem Wiesenhang steht. Dort wurde eine Maiandacht zum Thema „Die Namen Mariens „ gefeiert. Der Präses Pfarrer i. R Josef Ziesel bestärkte am Schluß die Mesnerinnen und Mesner, ihren Dienst voller Überzeugung und aus vollem Herzen auch weiterhin zu tun und erteilte seinen Segen. Danach ergriff der Eigentümer der Kapelle Josef Fischer das Wort und erzählte, wie diese Kapelle entstanden ist. Es sei die Erinnerung an seinen in Stalingrad vermissten Onkel gewesen, die Ihn von jung an aufgewühlt habe. Aus Dankbarkeit, dass das Leben es gut mit Ihm meine, habe er diese gläserne Kapelle gebaut. Sie wird von einem Korsett aus Stahl zusammengehalten. Ein mächtiges Holzkreuz vertritt den Altar. Wer die Kapelle betritt, fühlt sich geborgen und kann rundum auf Natur, auf Wiesen, Felder und Wälder schauen. Eine Marienfigur, die er von einem Indienaufenthalt aus einem Kloster mitgebracht hat sowie der Namenspatron des Besitzers, der heilige Josef stehen auf Konsolen. Der Bau entstand mit Hilfe von Freunden in Eigenarbeit.

Anschließend wurden die Mesnerinnen und Mesner von Ihm zu einem gemütlichen Beisammensein in die ehemalige Bauernstube auf seinem Hof eingeladen.
An diesem Abend wurde noch die Wahl des Regionalteams vom Dekanatsleiter Herbert Wohnhas durchgeführt. Das bisherige Team mit Hermann Borner (Regionalleiter), Rosi Spengler, Monika Gratzl wurde einstimmig wiedergewählt. Für das ausscheidende Mitglied Karl Wiedmann rückte Martin Schmid nach. Ausserdem wurden noch Ehrungen vorgenommen. Mesner August Rock und Mesnerin Erika Witzovsky, beide von der Kirchengemeinde Kirchdorf, erhielten für ihr 25 jähriges Jubiläum die silberne Ehrennadel sowie eine Urkunde des Mesnerverbandes der Diözese Rottenburg – Stuttgart. Den Mesnerinnen und Mesnern, die im Mai und Juni Geburtstag feiern, wurde vom Regionalleiter mit den besten Glückwünschen jeweils ein Glas Honig überreicht.